Unfassbar: Unser langjähriger stv. Vorsitzender und Vorstandsmitglied Uwe Lehmkuhl verstarb plötzlich im Alter von 53 Jahren.
Wir trauern um unser langjähriges Vorstandsmitglied Dr. med. Uwe Lehmkuhl. Wie uns seine Familie jetzt mitgeteilt hat, ist Uwe am
Samstag, 28.1.2012 ohne jede Vorzeichen plötzlich verstorben. Beim Skilanglauf war er plötzlich kollabiert und konnte trotz aller
Versuche von Ersthelfern nicht reanimiert werden.
Uwe Lehmkuhl, der zwei Wochen zuvor noch seinen Geburtstag gefeiert hatte, ist 53 Jahre alt geworden. Uwe wurde am 12.1.1959 in Spellen
(Voerde) geboren. Er ging in Dinslaken zur Schule und hat in Bonn Medizin studiert. Als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie war er zuletzt Leitender Arzt einer Fachklinik für Suchtkranke.
Uwe hat für die Einsatznachsorge, das SbE-Team Nordhessen und die SbE-Bundesvereinigung über viele Jahre eine sehr wichtige Rolle
gespielt. Seit 2003 war er im Vorstand der Bundesvereinigung, in dem er seine psychotraumatologischen Fachkenntnisse und die
psychotherapeutische Perspektive in unsere Arbeit und Planungen eingebracht hat. Uwe hat das SbE-Team Nordhessen mitgegründet,
war sein Fachlicher Leiter und hat dessen Verbindung zum Zentrum für Psychotraumatologie in Kassel gewährleistet.
Als die Ludwig Maximilians Universität ihre große Forschungsprogramme zum Debriefing durchführte, hat Uwe Lehmkuhl mit
großem persönlichen Einsatz die Durchführung und Evaluation der Einsatznachsorgemaßnahmen in Nordhessen koordiniert und mit
der Universität abgestimmt. Als Fachlichem Leiter der Bundesvereinigung war Uwe die Qualitätssicherung ein wichtiges Anliegen,
deshalb hat er sich besonders für das Lizenzprogramm engagiert und war Vorsitzender des Lizenzausschusses. Uwe war
SbE-Vertreter in der "Bundesarbeitsgemeinschaft Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte" und hat intensiv in der
Konsensuskonferenz zur Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) mitgearbeitet. Seine präzise, differenzierte und unaufgeregte
fachlich fundierte Meinung war uns und vielen im Feld der Einsatznachsorge wichtig. Für all das sind wir ihm sehr dankbar.
Sein Engagement, die außergewöhnliche Fachkompetenz und sein gewinnendes Wesen haben große Spuren hinterlassen.
Uwes intensive Leidenschaft war der argentinische Tango, in dem sich seine große Energie entfalten konnte. Er verstand es, das Leben
auszukosten - wie gutes Essen, das er zubereiten, schmecken und genießen konnte.
Uwe war uns ein sehr guter, verlässlicher und zugewandter Freund.
Uwe hinterlässt seine Tochter Silke, für die er ein treuer und verlässlicher Vater war, seine alten Eltern und seine
Frau und Lebensgefährtin.
Auch für uns reißt er eine riesige Lücke - schmerzhaft und noch unvorstellbar.